Kommunale Kindertagesstätte Mühbrook

Die kleinen Mühbrooker

a) Rahmenbedingungen

Unsere Anforderungen an unseren pädagogischen Ansatz sind:
Dem dörflichen Charackter der Trägergemeinde gerecht zu werden und somit die Lebenswelt der Kinder wiederzuspiegeln
Im Rahmen dessen eine am Kind und den äußeren Umständen angepasste Handlungsfreiheit
Unser Augenmerk liegt auf der ganzheitlichen Entwicklung eines jeden Kindes (Körper, Geist und Seele)
Eltern wünschen wir uns als aktive Wegbegleiter und Erziehungspartner.

Aus diesem Grund haben wir den Situationsorientierten Ansatz zur Grundlage unseres alltäglichen, pädagogischen Handels
ausgewählt.
Er bildet neben den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig- Holstein das Fundament unserer Arbeit.
Auf diesem Fundament kann jedes Kind seine natürliche, mitgebrachte Eigenkompetenz zeigen und weiterentwickeln.
Es bietet Raum für individuellen Bewegungsdrang, Lernbereitschaft und eigene Neugier.
Jedes Kind darf so ein, wie es ist und mit seinen Fertigkeiten den dynamischen Gruppenprozess bereichern.
Unsere Aufgabe als Fachkraft besteht in der genauen Beobachtung der Kinder und ihrere Interessen, um daraus eine
altersangemessene, an die Gruppe angepasste Projektarbeit zu initiieren (Gruppengröße, Altersstruktur,...).
Wir verstehen uns als Begleiter im Lernprozess.
Wir bringen eine wertschätzende, liebevolle, wertfreie und authentische Grundhaltung mit. Mit diesere Grundhaltung geben wir den
Kindern ein mögliches Modell zur Orientierung.
Wichtig ist uns, eine Bezugs- und Vertrauensperson für Kinder und Eltern zu sein und dabei die Balance von Nähe und Distanz nicht
zu verlieren, um uns unserer professionelle Objektivität erhalten zu können. Nur so können wir jedem Kind gleich gerecht werden!
Unser Handeln ist geprägt von Freude und Spaß an der Arbeit mit Kindern und einem authentischen Umgang miteinander.

Die Lernbereiche der Bildungsleitlinien in unserer Einrichtung - in Kürze:

"Bewegung und Gesundheit"
Wir bieten täglich variierende Bewegungsanlässe, um Kinder in ihrem Bewegungsdrang und ihrere motorischen Entwicklung zu
fördern.
Bewegungsförderung findet im Freispiel, geleitetem Spiel, im Draußenspiel und im Haus statt.

"Musikalisch- ästhetischer Bereich"
Unsere gruppenindividuellen Tagesabläufe geben Raum für Musik, Tanz und Rhythmus. Sowohl im Freispiel als auch in den
Erlebniskreisen vermitteln wir Lied- und Kulturgut (Fingerspiele, Mitmachgeschichten, ...).
Der Einsatz von Instrumenten und anderen Materialien fördert außerdem das rhythmische Erleben der Kinder.

"Sprache"
Regelmäßige Anlässe zum Sprechen (Frühstück, Erzählkreise, Bilderbuchbetrachtungen, Vorlesen, ...) geben den Kindern die
Möglichkeit, Sprache zu leben und zu erleben.

"Naturwissenschaft & Mathematik"
Im Alltag kommen die Kinder spielerisch mit Zahlen, Mengen, physikalischen Gesetzen, etc. in Berührung.
Im Draußenspiel, besonders in der naturpädagogischen Gruppe "Die kleinen Wölfe", werden die naturwissenschaftlichen Aspekte
erlebbar.
Beispiele:
Klettern -> Gleichgewicht + Schwerkraft
Wippen -> Verständnis von Gewichten
Naturerleben -> z.B. Photosynthese

"Kreativität"
Materialerfahrung und das Ausprobieren stehen hier im Vordergrund. Kreativität ist prozess- nicht produktorientiert!

"Ethik und Religion"
Im Vordergrund steht hier die ethische Bildung. Das "Miteinander Umgehen". "Wertschätzung für Jeden" und "Toleranz" sind die
Ziele.
Bereiche unterschiedlicher Religionen und Glaubensgemeinschaften können hier wertfrei thematisiert werden. Wir stellen diese
Inhalte gleichberechtigt nebeneinander.

"Kultur, Gesellschaft und Politik"
Unsere Arbeit spiegelt die kulturellen und gesellschaftlichen Werte wieder. Unser pädagogischer Ansatz bietet Raum für eine
intensive Partizipation der Kinder.

Soweit unser Versuch, die Bildungsbereiche der Bildungsleitlinien des Landes Schleswig- Holstein und ihre Bedeutung für unserer
Arbeit in Kürze zu skizzieren.
Schnell wird deutlich, dass ihre Übergänge fließend sind.

Des Weiteren sind diese eher kognitiv ausgerichteten Bildungsbereiche untrennbar von der Ausbildung der Basisfertigkeiten.
Zu diesen gehören:

  • Selbstständigkeit (Anziehen, Ausziehen, Hygieneerziehung, sich trauen, ...)
  • Soziale Kompetenzen (wie gehe ich mit anderen und mit mir selbst um, sich zurücknehmen zu können ...)
  • Toleranzbewusstsein
  • Integrationsbewusstsein
  • Eigenkompetenz
  • Bewusstsein für natürliche Ressourcen und Nachhaltigkeit
  • Resilienzfähigkeit (Umgang mit Misserfolgen, Frustrationstoleranz, ...)
  • Fremdwahrnehmung

uvm.
Für uns beginnt (vorschulische) Bildung daher nicht erst mit Eintritt in den Kindergarten sondern mit der Geburt. Sie ist somit ein
nicht endender Prozess der ganzheitlichen, individuellen Entwicklung eines jeden Menschen!

Selbstständigkeit:

Die Selbständigkeit zu fördern, hat in unserem pädagogischen Alltag eine hohe Priorität!
"HILF MIR ES SELBST ZU TUN" - diese Aussage der Pädagogin Maria Montessori zählt auch zu unseren Grundprinzipien.
Jedes Kind kommt mit einem individuellen Maß an Selbstständigkeit in die Einrichtung; das ist unser Anknüpfpungspunkt bei jedem
Einzelnen! Damit die Förderung der Selbstständigkeit gelingen kann, braucht es Zeit und Geduld. Wir können das Kind unterstützen,
indem wir ihm im Kita-Alltag Möglichkeiten geben, sich auszuprobieren; es ermutigen und motivieren, Dinge selbst zu tun, aber
dabei das Alter und die individuellen Fähigkeiten des Kindes nicht außer acht zu lassen.
Für eine erfolgreiche Erziehung zur Selbstständigkeit muss es möglich sein, Fehler machen zu dürfen, aber auch Lob für das
Erreichte zu erhalten.
Kinder lernen dadurch, für sich Verantwortung zu übernehmen und entwickeln eine innere Stärke.

Die Bedeutung des Spiels als Lernmöglichkeit darf in diesem Zusammenhang nicht unterschätzt werden.
Wir unterscheiden zwischen angeleitetem Spiel und dem Freispiel. Beide Spielformen sind in ihrer Wertigkeit identisch und
fördern die ganzheitliche Bildung.
Das Spiel unterstützt und formt das Kind in seiner persönlichen Entwicklung. Dazu gehören unter anderem die motorischen,
kreativen, aber auch die Fähigkeiten zur Fremd- und Eigenwahrnehmung.
Jeder darf sich im Spiel ausprobieren, experimentieren, kreativ sein und Phantasie entwickeln.
In der Interaktion mit Anderen (Kinder und Erwachsenen) wird Kommunikation gelernt und unterschiedlichste Fertigkeiten
ausprobiert. Von großer Bedeutung ist auch das soziale Miteinander; spielerisch lernen die Kinder Regeln einzuhalten, Konflikte
positiv zu klären, Befindlichkeiten der Spielpartner zu berücksichtigen und mit Frustration umzugehen (gewinne/verlieren).

Weitere Kompetenzen, die das Spiel unterstützt. sind Ausdauer und Konzenatrion.
Durch das Spiel werden die verschiedenen Lebenswelten der Kinder wiedergespiegelt und verarbeitet - damit dies gelint, bieten
beide Gruppen entsprechende Rückzugsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Spielbedürfnisse an.
KINDER WERDEN DURCH DAS SPIEL ZU WELTVERSTEHERN!